Treidelknoten

 

Als die Küstenfischerei noch mit Segelbooten betrieben wurde, segelten die Fischer sehr weit in die trichterförmigen Mündungen der Flüsse. Um aber zu den flussaufwärts liegenden Häfen zu gelangen, mussten sie die Boote treideln. Die Besatzung teilte sich die Schlepparbeit auf dem Treidelweg bis zum Kai. Für den Einzelnen wäre der anhaltende Druck dieses Knotens auf der Schulter zu groß gewesen. Da beim Triedeln häufig die Länge der Zugleine geändert werden musste, benötigte man einen Knoten, der sich schnell machen und lösen ließ, aber kaum rutschte.

 

 

So wird's gemacht
Dieser Knoten, eigentlich eine Schlinge, ist interessant auf einer Festmacherleine, die so dick ist, das kaum ein Achtknoten kaum auf ihr halten würde. Weil er sich leicht in ein steifes Ende knoten läßt, wird er gern von Fischern verwendet, um eine Reihe von Angelhaken an einer Grundleine zu befestigen.